2017 geht’s mit neuem Reisemobil nach Tschernobyl

Im letzten Urlaub habe ich festgestellt, dass der Benz trotz Dachträger wesentlich zu klein ist. Außerdem will man ja etwas mehr Komfort (Bett und Küche) haben. Und bitteschön geländegängig.

Die Recherche nach einem passenden Fahrzeug war enttäuschend. Wohnmobile sind nicht im geringsten Offroad-tauglich, dazu noch wahnsinnig teuer. Pick-Ups wiederum zu klein und auch jenseits von Gut und Böse.

Aber es gibt alte Feuerwehr-Lkw mit Allrad für kleines Geld. Zahnbürstengepflegt für einen ganz schmalen Taler.

Großer Nachteil: Gesamtgewicht 7,49t

Also war wieder Fahrschule angesagt. Gar nicht mal so schlimm, wenn man bedenkt, dass ein paar 17-Jährige Damen ja auch im Theorieunterricht sitzen 😉 Nur teuer, ich habe etwa das 1,5 Fache von meinem PKW-Lappen bezahlt. Ok, da waren 10 Jahre dazwischen. Trotzdem blöd. Immerhin hat das SVA gepennt und mir gleich die Anhänger mit freigestempelt. Es gibt bei Monopoly eine Ereigniskarte mit dem Namen „Behördenirrtum zu deinen Gunsten “ Die hab ich wohl gezogen

Nachdem der Wagen da war, wurde den Winter über etwas umgebaut. Ich will ja keine Brände löschen oder Keller auspumpen, sondern in Urlaub damit fahren. Die Flex wurde zu einem guten Bekannten im Winter, ebenso wie der Paketbote. Das dürften so an die 100 Pakete gewesen sein, die immer mal wieder bei mir ankamen.

Vorne befindet sich ein Bett und allerhand Krempel, was so ein Franz Meersdonk aka Manfred Krug braucht. Heutzutage hauptsächlich jede Menge USB-Buchsen für den ganzen Multimediakrempel.

Erste Probefahrten verliefen nicht gerade erfolgreich, was zur Folge hatte, dass mich der Automobilklub mit Wirkung zum 31.10.2017 rausgeworfen hat. Lkw abschleppen ist nämlich deutlich teurer wie PKW von der Autobahn zu ziehen. Mittlerweile läuft der Zossen aber und es gibt genügend andere Automobilclubs.

 

Aufgrund der Überschrift werden sich einige Menschen an den Kopf fassen und sich fragen, wie man auf die bescheuerte Idee kommt, nach Tschernobyl fahren zu wollen.

In erster Linie interessiert mich der neue Sarkophag. Du wurden um die 5 Mrd. in die Hand genommen, um die Ruine halbwegs für die nächsten 100 Jahre abzusichern bzw. abzutragen. Da weiß ja niemand was da im Inneren wirklich Sache ist. Die Sowjetunion hat da als erste Maßnahme Unmengen an Quarz, Bor und Dolomit draufgeschüttet und danach oben drüber zubetoniert. Für den Anfang schon mal eine Lösung, aber nichts auf Dauer. Hat trotzdem 30 Jahre lang gehalten. Jetzt ist die neue Hülle fertig und ich will mir mal erklären lassen, wie sich die Ingenieure das so vorgestellt haben.

Nebenbei ist es sicherlich interessant, was sich in einer Stadt nach 30 Jahren so tut, wenn sie mehr oder weniger der Natur überlassen wird.

Die Ukraine-Krise will ich mir auch mal von den Leuten vor Ort (Ukraine) erklären lassen. Ist das wirklich nur der böse Russe, oder spielen da noch andere Interessen mit?

2017 geht’s mit neuem Reisemobil nach Tschernobyl

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