Beirut IV

Morgens wurden die Klamotten zusammengerafft und ausgecheckt. Anschließend ging es dann zum Treffen des Mercedes Club Lebanon.

Es waren geschätzt 100 Fahrzeuge da. Vom W124 bis zum W212 alles querbeet.

Außschließlich Benziner, gerne auch V6 oder V8. Erstmal wurde der Reifenhändler glücklich gemacht

Burnout

Danach wurde gegessen und anschließend „gedriftet“

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Weitere Fotos und Videos kommen später, das muss erstmal sortiert werden.

Die Stimmung war sehr ausgelassen, die Polizei hat auch nicht rumgenölt.

Beirut IV

Beirut III

Am nächsten Tag mal etwas länger geschlafen. Mich dann aber doch aufgerafft und erstmal gefrühstückt und nen Espresso getrunken.

Danach noch Bakhlava für den Arbeitskollegen gekauft. 2kg für schlappe 50$

Ich halte mich da dann doch lieber an die klassischen Kekse zu Weihnachten.

Die bestellten Sat-Receiver wurden letztendlich auch ins Hotel gebracht. Da werde ich wohl ein paar Euro fürs Übergepäck bezahlen müssen. Oder ich versuche den Trick aus Düsseldorf. Die haben das hier aber bestimmt anders organisiert.

Nebenbei bin ich dann noch an einem Herrenausstatter vorbeigelaufen.       50$ sollte da ein Anzug kosten. Da sag ich natürlich nicht nein. Aufgrund der Tatsache, dass ich bereits einen grauen und schwarzen Anzug besitze, fiel die Wahl auf „Navy Blue“.  Fehlt jetzt nur noch beige in der Farbpalette. Aber den werde ich sicher auch irgendwo auf der Welt günstig erwerben können.

Aktuell sitze ich in einem Cafe in Hamra in dem die Kaffeemaschine den Dienst quittiert hat. Aber das macht nichts, gibt es halt Orangensaft. Anschließend werde ich wohl noch irgendwo ein Restaurant besuchen und schauen was der Abend so mit sich bringt.

 

Beirut III

Beirut II

Am nächsten Tag bin ich um etwa 6.45h aufgewacht. Viel zu früh, also noch ein bisschen im Bett rumgelümmelt, eine Zigarette auf dem Balkon geraucht, wieder ins Bett und dann gegen 09.30h duschen gegangen und Klamotten angelegt. Nicht overdressed, aber mit einer gewissen „Attitude“.

In meinem Fall sind das Levis 501, gepaart mit einem weißen Hemd mit Karomuster am Kragen und den Ärmeln, sowie Adidas Samba und einer güldenen Casio Uhr. Genug, um nicht als Bettler identifiziert zu werden und unseriös genug um nicht blöd angelabert zu werden.

Blick aus dem Hotel und kleine Schlenderei auf der Promenade

Zum Frühstück gab es dann so eine Art Wrap. Mit Hähnchengedöns drinnen.

Mittags ging es dann weiter zum Yachthafen, auch Zaytuna Bay genannt.

Dabei dann an dem Platz vorbeigekommen, wo 2005 ein Bombenattentat auf den damaligen Präsidenten Rafiq al-Hariri verübt wurde. Das eine Gebäude wird gerade renoviert, der Rest schaut schon wieder ordentlich aus. Allerdings ist am Gerüst ein großer Schriftzug „Stop Solidere“ angebracht. Das ist die „Aktiengesellschaft“ von Hariri die den Wiederaufbau Beiruts als Bauunternehmen durchgeführt hat. Mehr kann man auf Wikipedia nachlesen. Den Hafen haben sie aber gut hinbekommen.

IMG_20151211_131631IMG_20151211_131423IMG_20151211_132313

Besonders einfallsreich fand ich den Schiffsnamen „Thank Dad 4“ 😀

Abends ging es dann noch zur Verwandschaft von meinem libanesischen Arbeitskollegen.

Die Navifunktion von Google Maps kann man allerdings knicken.

Dort gab es dann erst mal eine Wasserpfeife und ich wurde aufs Sofa gesetzt. Später wurde halbes Hähnchen mit Pommes gegessen. Die Kommunikation war allerdings etwas schwierig, da niemand Englisch oder Französisch konnte. Der kleine Sohn durfte mit seinen 3 Jahren Grundschulenglisch ab und zu übersetzen. Der konnte schon erstaunlich viel.

Gegen Mitternacht und nach etlichen Tees und „Nescafes“ bin ich dann wieder zurück ins Hotel gefahren. Dort noch ein bisschen an den Reiseberichten gebastelt und dann ins Bett gegangen.

Beirut II

Beirut

Es sollte irgendwo hin gehen wo es warm ist, der Flug nicht zu lange dauert und nicht zu teuer ist.

Eigentlich wäre Tel-Aviv angedacht gewesen. Allerdings sprachen mein Iran-Visum, die teuren Hotels und die herumlaufenden Messerstecher dagegen. Also mal die Landkarte aufgeschlagen, ein bisschen drum herum geschaut und Beirut gefunden. Ein Arbeitskollege kommt da zufällig auch her. Das reiht sich ja gut in die Liste der besuchten Orte ein, sowohl Kosovo als auch Albanien und die Türkei sind ebenfalls Herkunftsorte von Kollegen.

Also ab nach Beirut. Am Donnerstag morgen etwas früher aus der Nachtschicht raus und ab zum Flughafen

4 Stunden Flug mit „Germania“. In dem Flieger saßen allerdings ausschließlich Libanesen. Und beim Check in dachte die Dame am Schalter, ich hätte mich in die falsche Schlange gestellt (nebenan war Tel-Aviv). Nein, wertes Fräulein, ich stehe hier richtig. Beirut.

Allerdings ist es wohl für einige Menschen sehr schwierig, folgende 2 Regeln beim Fliegen zu beachten: Reisepaß und 1 Gepäckstück a 25kg pro Nase

Da wurden Fondue-Sets und Plüschtiere im Kirmes-Format angeschleppt. Und dann diskutiert. Irgendwann war ich mit meinem Gepäck (Alukiste 90cmx45cmx45cm) dran. Angeblich Sperrgut. Nun denn halt zum Sperrgutschalter, gewogen (24,9kg 😛 ) und wieder zum normalen Schalter zurück um den Scanner auf die Kiste zu kleben. Auf dem Rückweg zum Sperrgutschalter wanderte dann noch einiges aus dem Handgepäck in die Kiste zurück, die wurde nämlich nicht nochmal gewogen 😀 Muss man sich fürs nächste mal merken. Und wegen 5kg mehr ist noch kein Flieger abgeschmiert.

 

Ankunft in Beirut auch in Ordnung. Visum wurde problemlos erteilt, allerdings durfte der werte Herr von der Immigration bis auf Seite 18 durchblättern um seinen Stempel zu setzen. 14 Seiten sind also noch frei bis 2018. Ich hoffe mal, den Reisepass bekomme ich bis dahin voll.

Mietwagen habe ich auch bekommen. Allerdings hat der Schnuffel vom Schalter den Reisepass und meinen Führerschein auf dem Scanner liegenlassen und ich habe es erst auf dem Weg zum Parkhaus gemerkt. Also wieder zurück und die Papiere wieder geholt. „Sorry, this would be much trouble for you“ Ja klar, danke schön.

Der Mietwagen war ein Chevrolet 😀 Allerdings kein toller Ami-Schlitten, sondern eine umgelabelte koreanische Gurke mit Chevrolet Emblem. Modellname „Spark“ Was die im Marketing gesoffen haben müssen, das Teil als „Funken“ zu bezeichnen… Ich würde mich noch nicht mal zu nem „Fünkchen“ herreißen lassen. Könnte man glatt „Fehlzündung“ nennen.

Natürlich gnadenlos untermotorisiert und als Extra obendrauf noch mit Gummibandautomatik ausgestattet. Dazu noch ringsherum verdötscht und nach nichtmal 20.000km schon am klappern wie mein seliger alter Renault R5 Bj 1988

Allerdings ging die Umgewöhnung auf „südländischem Fahrstil“ mal wieder erstaunlich schnell. Nichtmal ein Kilometer, und ich hab mich gefühlt wie ein Fisch im Wasser. Und der Libanese hat im Gegensatz zum Perser echtes Fahrgefühl. Keine besonders dummen Aktionen, dafür aber ein schöner Verkehrsfluss. Etwas agressiver als in Süditalien, aber passt. Hier hat auch keiner Lust auf ne Dulle im Blech, von daher gilt das Motto „Dreistigkeit gewinnt“.

Das Hotel wurde nach ewiger Gurkerei und Stau dann auch erreicht. Da nützt das tollste Navi nix, wenn man die falschen GPS Koordinaten eingibt. Ein netter Typ in nem flammneuen BMW 435I hat mir dann den rechten Weg gezeigt. Natürlich nicht ohne „Ah, Allemann, Germany very good!!“

Das ging wohl mal wieder auf die Kreditkarte vom österreichischem Altkanzler 😛

 

Hotel passt auch. Direkt gegenüber von der Amerikanischen Universität (angeblich drittälteste Universität der Welt), besser bekannt als AUB.

Die Gegend drumherum ist auch sehr gut, außerdem sind Starbucks, Mc D und Burger King ebenfalls in Fußnähe. Eine lokale Sim-Karte wurde auch erworben, allerdings für satte 40$ (Ohne Dollar geht hier nix). Ist wohl dem Monopol geschuldet, es gibt nur einen Anbieter. Aber das soll egal sein, denn das Geld ist gut investiert.  Und Dollar hab ich von der Iran Reise noch genug übrig, die gammeln eh nur unnütz in der Geldbörse vor sich hin.

Nach Nahrungsaufnahme im „Roadstop“ direkt ins Bett.  Gab Hamburger und Pommes, gar nicht mal so schlecht.

 

Beirut