Batumi-Baku

Die schöne Zeit in der Luxusbude in Batumi ging auch langsam zu Ende, irgendwann will ich ja noch nach Teheran.

Also weiter nach Baku.

Das Gps funktioniert nur als grobe Orientierung, da es keine Straßen mehr kennt.

Bis Tiflis ging es eigentlich sehr gut, doch die Umgehungsstraße endete für ein kurzes Stück in einer Buckelpiste sondersgleichen.
Da war Schrittempo noch zu schnell und mein Auto gänzlich ungeeignet. Zumal ich es versäumt hatte, hinten verstärkte Federn einbauen zu lassen und der Wagen sehr tief lag. Aber hat man schon mal kein Glück, kommt auch noch Pech hinzu. Ein Kühlerschlauch meinte dann, er müsse reißen.
Glücklicherweise kamen zufällig ein paar georgische Soldaten in ihrem Toyota HI-Lux vorbei und konnten zumindest mit Wasser aushelfen. Isolierband hatte ich selber und der Schlauch wurde dann in der Nähe der Grenze „geflickt“, sprich ein Rohr eingesetzt.

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Auf dem Foto schön zu erkennen: Erste Anzeichen von Verwahrlosung meinerseits: Das Hemd nicht mehr in der Hose, der Gürtel läuft schon an der einen oder anderen Schlaufe vorbei etc… Aber immerhin der Hosenstall ist zu 😛
An der Grenze hat es dann aber geschlagene 4 Stunden gebraucht. War alles deutlich komplizierter als gedacht und es musste erstmal jemand mit Englischkenntnissen
aufgestellt werden. Ich habe das Gefühl gehabt, die wussten selber nicht so genau was sie taten. Aber das soll ja nicht mein Problem sein.
Danach kamen teilweise gute Straßen, teilweise sehr schlechte Abschnitte mit Baustellen. Und sändig Checkpoints. Und noch gemeiner sind die „Kameras“, die anscheinend nicht nur aufzeichnen, sondern auch blitzen können. An einem dieser Checkpoints tönte irgendwas aus dem Lautsprecher des Polizeiwagens, aber ich hab das einfach mal ignoriert da ich es nicht verstanden hatte. Anscheinend war ich aber doch gemeint gewesen, denn die Polizei nahm die Verfolgung auf.
Ich hab dann doch mal angehalten. Da der Polizist weder Englisch noch Deutsch konnte und mit dem Haufen Papiere (Reisepass, Fahrzeugschein, Führerschein, internationaler Fahrzeugschein, internationaler Führerschein und als Zugabe obendrauf noch den deutschen Impfausweis) auch nichts anzufangen wusste, gingen die Verhandlungen los.

Hauptsache mit den vielen offiziell aussehenden Papieren erst einmal Verwirrung stiften.
In der Geldbörse hatte ich bewusst nur Kleingeld, sodass ersichtlich war, dass es bei mir nichts zu holen gab.
Strafe sollte erst 150$ sein, dann 100$. Visa-Karte wollte er nicht akzeptieren. Und das obwohl die Zukunft ja bekanntlich Visa spricht.
Bekommen hat er dann Georgische Fufus im Wert von etwa 5€. Die Taktik mit dem Dumm stellen und nix wissen und haben scheint wohl zu klappen.

Aber in Azerbaijan muss der Ober-Azeri alles gut unter Kontrolle haben, zumindest was die Infrastruktur der Überwachung angeht 😀
Nach wirklich ätzender Nachtfahrt bin ich dann um 3 Uhr morgens in Baku angekommen und hab erstmal ne Runde gepennt.
Von der Stadt habe ich nicht so viel gesehen, allerdings sind die „Mauern“ sehr interessant. Entlang der Autobahn, ganz hübsch im romanischen Stil gehalten und mit etwas Blumen dabei, schützen Sie die Bevölkerung vor dem Verkehrslärm oder den Touristen vor Einblicken, die nicht gewollt sind 😀
Es wird überall gebaut, und ich stelle die These auf, dass in etwa 8-10 Jahren die großen Straßenprojekte abgeschlossen sind.
Danach wird die Infrastruktur mindestens auf deutschem Niveau sein, eher noch deutlich besser.

Batumi-Baku

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