Eine Woche Teheran

Ich habe dann Kontakt zu dem anderen Hotel aufgenommen und mir wurde am nächsten Tag noch jemand vorbeigeschickt, der mich zu dem richtigen Hotel lotsen konnte.

Nach dem Check-In dann erstmal was gegessen und noch nen Tee getrunken. Scheint wohl ne etwas bessere Gegend gewesen zu sein.
In einem Cafe gabs dann noch ersten Kontakt mit Perserinnen 😀 So musste ich dann nicht auf den Kuchen verzichten und konnte gesättigt nächtigen.
Ich habe übrigens noch nirgends so viele gemachte Nasen und aufgeblasene Lippen wie in Teheran gesehen.
Dass die ein oder andere dabei übers Ziel hinausschießt, soll nicht mein Problem sein.
Ein Grinsen konnte ich mir bei einigen besonders harten Fällen aber dann doch nicht verkneifen.
Das obligatorische Kopftuch flattert überwiegend am Hinterkopf rum, scheint in letzter Zeit wohl etwas lockerer geworden zu sein.

Es ging dann zum empfohlenem Hotel und Abends kam dann noch Nik vom Mercedes-Club vorbei. Erstes Sightseeing und Essen in einem sehr schönen Restaurant.
Zahlen durfte ich natürlich nicht, aber bevor ich jetzt nen Streit vom Zaun breche und womöglich noch jemand beleidige hab ich mich dann doch einladen lassen.

Nebenher wurde noch mal die „Tinder“ App angemacht und geschaut, was sich so bei der persischen Damenwelt tut. Ich habe anscheinend einen recht hohen Marktwert.
2 Dates in 2 Tagen finde ich für iranische Verhältnisse gar nicht mal so schlecht. Schöne Augen kann man machen, bei allem anderen ist laut den hiesigen Gesetzen
ganz schnell mal der Kopf nicht mehr da, wo er eigentlich hingehört. Also bleiben wir mal brav und der Kopf auf dem Hals.
Positiver Nebeneffekt der Dates: Kostenlose Stadtführung und Übersetzer gleich mit dabei 🙂

Als Event fand in der Woche noch das „Cafe Racers“ Treffen statt. Sozusagen ein Oldtimer-Treff der besonderen Art.

So ein Oldtimer ist im Iran nämlich eine sehr kostspielige Sache,
denn die Wagen stammen alle noch aus „Schahs Zeiten“.

Der Schah scheint wohl ein ganz sympathischer Typ gewesen zu sein, denn die Leute mit denen ich gesprochen habe redeten immer nur von „Before the Islamic Revolution“ und dass da alles deutlich besser gewesen sei.

Und da diese Leute ausschließlich zur „Upper-Class“ gehören und Millionäre sind, glaube ich das mal.
Es wurden verschiedene Kontakte geknüpft und viel über Technik und Ersatzteilversorgung geredet. Sollten die 5+1 Gespräche denn nun wirklich erfolgreich sein und die
schwachsinnigen Sanktionen beendet werden, bin ich der Meinung dass man mit dem Iran hervorragende Geschäfte machen kann. Deren Interesse an deutscher Technik ist enorm,
dazu sitzen die quasi auf dem Ölfass und haben dementsprechend das nötige Kleingeld.

Eine Woche Teheran

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