Baku-Lankaran

Es ging dann am nächsten Tag weiter nach „Lankaran“, welches sich etwa 30 Km von der Grenze zum Iran befindet.
Dort wurde genächtigt und sich für den nächsten Tag vorbereitet. Hotel hatte nur 4 Sterne, war aber ganz ok. In Deutschland wären das solide 3 Sterne gewesen, also in Ordnung.

Keine besonderen Ereignisse. Zu Erwähnen wäre vielleicht noch, dass ich endlich eine Autogastankstelle gefunden hatte. Es ging dann das Gehampel mit den blöden Adaptern wieder los, aber einer der selbsgebastelten Dinger hat dann gepasst.

Den genauen Preis weiß ich nicht mehr, aber es war spottbillig.

Sozusagen zur Einstimmung auf die Spritpreise im Iran.

Baku-Lankaran

Batumi-Baku

Die schöne Zeit in der Luxusbude in Batumi ging auch langsam zu Ende, irgendwann will ich ja noch nach Teheran.

Also weiter nach Baku.

Das Gps funktioniert nur als grobe Orientierung, da es keine Straßen mehr kennt.

Bis Tiflis ging es eigentlich sehr gut, doch die Umgehungsstraße endete für ein kurzes Stück in einer Buckelpiste sondersgleichen.
Da war Schrittempo noch zu schnell und mein Auto gänzlich ungeeignet. Zumal ich es versäumt hatte, hinten verstärkte Federn einbauen zu lassen und der Wagen sehr tief lag. Aber hat man schon mal kein Glück, kommt auch noch Pech hinzu. Ein Kühlerschlauch meinte dann, er müsse reißen.
Glücklicherweise kamen zufällig ein paar georgische Soldaten in ihrem Toyota HI-Lux vorbei und konnten zumindest mit Wasser aushelfen. Isolierband hatte ich selber und der Schlauch wurde dann in der Nähe der Grenze „geflickt“, sprich ein Rohr eingesetzt.

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Auf dem Foto schön zu erkennen: Erste Anzeichen von Verwahrlosung meinerseits: Das Hemd nicht mehr in der Hose, der Gürtel läuft schon an der einen oder anderen Schlaufe vorbei etc… Aber immerhin der Hosenstall ist zu 😛
An der Grenze hat es dann aber geschlagene 4 Stunden gebraucht. War alles deutlich komplizierter als gedacht und es musste erstmal jemand mit Englischkenntnissen
aufgestellt werden. Ich habe das Gefühl gehabt, die wussten selber nicht so genau was sie taten. Aber das soll ja nicht mein Problem sein.
Danach kamen teilweise gute Straßen, teilweise sehr schlechte Abschnitte mit Baustellen. Und sändig Checkpoints. Und noch gemeiner sind die „Kameras“, die anscheinend nicht nur aufzeichnen, sondern auch blitzen können. An einem dieser Checkpoints tönte irgendwas aus dem Lautsprecher des Polizeiwagens, aber ich hab das einfach mal ignoriert da ich es nicht verstanden hatte. Anscheinend war ich aber doch gemeint gewesen, denn die Polizei nahm die Verfolgung auf.
Ich hab dann doch mal angehalten. Da der Polizist weder Englisch noch Deutsch konnte und mit dem Haufen Papiere (Reisepass, Fahrzeugschein, Führerschein, internationaler Fahrzeugschein, internationaler Führerschein und als Zugabe obendrauf noch den deutschen Impfausweis) auch nichts anzufangen wusste, gingen die Verhandlungen los.

Hauptsache mit den vielen offiziell aussehenden Papieren erst einmal Verwirrung stiften.
In der Geldbörse hatte ich bewusst nur Kleingeld, sodass ersichtlich war, dass es bei mir nichts zu holen gab.
Strafe sollte erst 150$ sein, dann 100$. Visa-Karte wollte er nicht akzeptieren. Und das obwohl die Zukunft ja bekanntlich Visa spricht.
Bekommen hat er dann Georgische Fufus im Wert von etwa 5€. Die Taktik mit dem Dumm stellen und nix wissen und haben scheint wohl zu klappen.

Aber in Azerbaijan muss der Ober-Azeri alles gut unter Kontrolle haben, zumindest was die Infrastruktur der Überwachung angeht 😀
Nach wirklich ätzender Nachtfahrt bin ich dann um 3 Uhr morgens in Baku angekommen und hab erstmal ne Runde gepennt.
Von der Stadt habe ich nicht so viel gesehen, allerdings sind die „Mauern“ sehr interessant. Entlang der Autobahn, ganz hübsch im romanischen Stil gehalten und mit etwas Blumen dabei, schützen Sie die Bevölkerung vor dem Verkehrslärm oder den Touristen vor Einblicken, die nicht gewollt sind 😀
Es wird überall gebaut, und ich stelle die These auf, dass in etwa 8-10 Jahren die großen Straßenprojekte abgeschlossen sind.
Danach wird die Infrastruktur mindestens auf deutschem Niveau sein, eher noch deutlich besser.

Batumi-Baku

Batumi

Am nächsten Tag dann noch etwas „Sightseeing“ in Batumi.

Gefällt mir ganz gut, hier wird viel gebaut und es ist alles relativ schick gemacht.

Einige Geschmacksverkalkungen sind natürlich auch dabei, aber das kennt man ja schon von Russland. Obwohl die Georgier sich ja nicht so Grün mit denen sind, aber der Ostblock wirkt immer noch ein bisschen nach.

Dies betrifft leider auch den Service, in den meisten Fällen scheinen die Leute es aber verstanden zu haben, wie es funktioniert.

Einmal die Uni:

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Und direkt daneben das Hilton

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Entlang der Küste ne nette Promenade und kurz dahinter nen schöner ParkIMG_20150508_114021

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Riesenrad im Haus geht auch:

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Und es scheint Punks zu geben.

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Cafe Munich darf natürlich nicht fehlen, direkt neben dem Hofbräuhaus.

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Krombacher ist ganz angesagt, dass bekommt man wenn es georgisches Bier sein soll.

Brewed and bottled in Georgia. Schmeckt halt so, wie es in Deutschland auch schmeckt.

Veltins hab ich auch schon gesehen, also die deutsche Brauindustrie scheint den Weltmarkt nicht zu vernachlässigen.

Batumi

Trabzon-Batumi

Route Batumi

Für diesen Tag stand eine wesentlich kürzere Strecke auf dem Plan, nämlich nach Batumi

Da mal wieder eine Grenze auf dem Plan stand, möchte man ja nicht unseriös wirken. Deshalb Autowäsche bei Dr.Weber.

Dort ist dann leider auch das D-Schild geblieben. Ich habs noch selber aufgehoben und hab es an das Geländer gepappt, weil es so schön magnetisch ist. Da hängt es jetzt vermutlich immer noch. Diejenigen, die mich kennen werden direkt denken: „Klar, typische Aktion“ Von daher bin ich froh, dass es nur das D-Schild war und nicht was Wertvolleres 😀

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Dieser Lkw kam mir dann doch etwas komisch vor. War er auch, denn der schiefe Trailer wurde irgendwie noch mit Spanngurten zusammengehalten.

Lkwschief

Das Navi funktioniert ab jetzt auch nicht mehr, denn die Türkei ist das exotischste Land, was das olle Teil noch kennt. Und selbst das kann man knicken, weil mittlerweile so viele Straßen neu gebaut sind, dass es ständig die Orientierung verliert.

Grenze war kein Problem, sodass ich mittags in meinem Hotel angekommen bin.

Man will ja im Urlaub bescheiden bleiben 😀

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Abends ging es dann noch was essen und ins Casino im Sheraton. Als die ersten 100€ binnen Minuten verblasen waren, habe ich es dann doch vorgezogen wieder ins Hotel zurück zu gehen.

Trabzon-Batumi

Istanbul-Trabzon

Die schöne Zeit in Istanbul neigte sich langsam dem Ende zu.

Nun ging es weiter nach Trabzon

Route

Da die Strecke mal wieder einen Tag lang durchfahren bedeutet, muss auf Sightseeing leider verzichtet werden.

Ich bin direkt um 7 Uhr Morgens in Istanbul losgefahren, um dem normalen Wahnsinn im Verkehr dort zu entfliehen 😉

Kurz danach wurde es auch schon angenehmer zu fahren.

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Zwischendurch gab es keine besonderen Erlebnisse. Das erste mal seit Beginn wurde etwas Öl nachgefüllt, ansonsten waren alle Parameter nominal.

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Die Straßen sind übrigens in einem hervorragendem Zustand, mindestens zweispurig und mit neuer Asphaltierung. Hier wird anscheinend in Infrastruktur investiert.

Mittlerweile werden dann die Tankstopps immer unterhaltsamer und es gibt Tee umsonst. Fotos müssen natürlich auch gemacht werden, es scheint sich nicht alle Tage ein Piefke in die Gegend zu verirren.

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Abends dann Ankunft im Hotel in Trabzon. Schöner Ausblick direkt auf den Flughafen sowie das Schwarze Meer. Das Klima ist erstaunlich kühl, nichtmal 20°C.

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Nach dem Abendessen konnte ich mir dann noch anschauen, wie die Bayern mal wieder auf den Deckel bekommen. Allerdings habe ich nur bis zum Ende der ersten Halbzeit geschaut, aber da war ja schon ersichtlich wer stärker ist

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Soweit die Strecke Istanbul Trabzon

Istanbul-Trabzon

Istanbul II

Am nächsten morgen habe ich dann erstmal für die grundlegende Infrastruktur gesorgt.

Also Mautkarte aufgeladen und eine türkische Sim-Karte besorgt.

Anschließend Sightseeing und nachmittags noch den Markus Besold getroffen… Wie klein die Welt doch ist. Mit seinen Touren kann ich natürlich nicht mithalten, aber sehr interessant. http://www.brauner-benz.de

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Im Anschluss ein paar Impressionen von Istanbul. Darunter zu finden: Bogazici Universität, Innenstadt und Galata-Turm

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Istanbul II

Istanbul

Route

Und schon geht es weiter. Um 8.00 Uhr in Belgrad losgefahren und um 22.00h da gewesen.

Serbien war sehr schön, die bulgarischen Schlaglöcher sind ihrem Ruf gerecht geworden.

Auch der Trick mit der bulgarischen Vignette für 10€ wurde versucht, obwohl die nur 5€ kostet. Aber da müssen die Schnuffis schon früher aufstehen.

Auch der Fahrstil ändert sich langsam und kommt meinem dabei sehr entgegen.

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An der türkischen Grenze dann kurze Warteschlange (20 min), davor aber 10km Lkw and Lkw gereiht… Die warten bestimmt 2 oder 3 Tage.

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Kleine „Luggage Control“ gab es natürlich auch bei mir, aber die dreckige Unterwäsche hat den Beamten dann doch nicht so sehr interessiert. Die viel interessanteren Sachen da drunter hat er gar nicht gesehen 😀 Glück gehabt.

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„Welcome Turkey“

Ein bisschen komisch fand ich die Schafherde an der Autobahn, aber das hat sicher die Tourismusbehörde organisiert um gewisse Klischees zu bedienen.

Dann kamen noch ein paar stressige Kilometer und Stadtverkehr in Istanbul.

Gegen 22.00 Uhr war ich dann da und hab Julian auch gleich gefunden.

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Istanbul

Belgrad

Route

Heute in um 4:30h aufgestanden und dann gegen 5 Uhr losgefahren.

An einem Stück durchgezogen, außer Tankstops eigentlich nichts vorgefallen.

Selbst an der Grenze von Serbien keine Probleme und mal wieder durchgewunken worden.

Heute habe ich ganze 3 Fotos gemacht:

Sonnenaufgang kurz vor Frankfurt:

Sonnenaufgang

Wien

Wien

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Dazwischen lagen gut 1500km und 25 Zigaretten sowie 4 Dosen Red Bull.

Gegessen wurde das, was die Kühlbox so hergegeben hat.

Nebenbei habe ich noch ein Hotel in Belgrad gebucht und es tatsächlich auch gefunden 😀 Sehr feines Hotel in Top Zustand, dazu noch ein Service wie im Steigenberger.

Dazu kommt dann noch die Tatsache, dass in einigen Ländern der Welt noch alles in Ordnung ist. Gutes Essen und Aschenbecher auf dem Tisch im Restaurant, so mag ich das 🙂 Zudem die Filmmusik von „Goldeneye“ im Fahrstuhl. Irgendwie hat das schon Stil.

Morgen soll es dann weiter nach Istanbul gehen.

Belgrad

7 Monate…

… sind vergangen, und mir wurde noch kein Blitzerfoto zugestellt.

Ordentliche Bilanz soweit, allerdings hat alles mal ein Ende. Bis auf die Wurst, die hat ja bekanntlich zwei Enden.

Und so wurde mir ein netter Brief auf umweltfreundlichem Recyclingpapier zugestellt.

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Immerhin sehr lässig mit Ray-Ban auf.

Allerdings hinkt mir immer noch der Fehler nach, dass mein 190er angeblich ein waschechter „DaimlerChrysler“ sein soll. Sowohl bei der EZ als auch bei der Ausstellung sämtlicher anderer Papiere gab es den Chrysler noch nicht im Zusammenhang mit Daimler oder Benz, oder dieses unrühmliche Kapitel war schon längst abgeschlossen.

Wie auch immer, dem „Führer“ (Ich dachte wir hätten schlechte Erfahrungen mit „Führern“ 😀 ) des PKW DAIMLERCHRYSLER (D-DB 201) wird vorgeworfen (…) 12km/h zu schnell gewesen zu sein.

Macht dann lächerliche 20€ an die Landeskasse. Um mal meinen Großvater zu zitieren: “ Das macht mich jetzt weder ärmer noch reicher“. Fall abgeschlossen.

7 Monate…

Clearance for take-off

In meiner Abwesenheit trudelten dann die letzten Pakete ein. An dieser Stelle möchte ich mal ein kleines bisschen Werbung für den lokalen Einzelhandel machen. Wer irgendwelche Sportartikel oder Ski-Service etc braucht, dem kann ich nur wärmstens „Reinbott“ in Radevormwald empfehlen. Nebenbei sind die noch so nett und verwahren im Urlaub die Pakete. Und jetzt ratet mal, wo ich mein (Vorsicht, Insiderwitz) nächstes Paar Adidas Samba erwerben werde 😉

Butylrundschnur, ein paar Sicherungen und eine Kompressor-Fanfare (Besser bekannt als LKW Hupe) sind nun auch in meinem Besitz. Um den Einbau kümmert sich dann die nächstgelegene Werkstatt.

Auch hier mal wieder das gleiche Spiel wie mit allen Handwerkern. Geht nicht so schnell, machen wir nicht, das verstößt aber gegen STVO etc. pp.

Letzten Endes konnte ich den Meister aber dann doch davon überzeugen, dass ich nur die blöde Hupe mit nem Schalter ans Auto bekommen möchte, und das ich ihn garantiert nicht verklagen werde, weil das in Deutschland nicht erlaubt ist. Aber erst nachdem er aus seinem Kabuff gekommen ist, um ihm zu zeigen, worum es mir geht und er den Dachkorb samt Zusatzlampen etc gesehen hat, wurde er etwas geschmeidiger.

Wir haben uns darauf geeingt, dass er mir das alles verkabelt, aber die Sicherung „vergisst“. Somit funktioniert die Hupe nicht, er ist fein raus und ich hab endlich meine Hupe. Mittwoch Vormittag wird mir Audienz gewährt um das Thema abzuhaken.

Nebenbei war ich noch beim Reifentandler um den Reifenkram endlich von der Backe zu haben. Reifenpolitik habe ich schon immer gehasst, aber letztendlich war ich erfolgreich.

Die guten Sportline Alufelgen mit den teuren „205 55 R15“ Reifen wurden gegen meine 185/65 R15 Winterräder auf Stahlfelge getauscht. Natürlich nicht ohne den Hinweis, dass die Reifen enormen Sägezahn haben und einseitig abgefahren sind.

Da hat der Reifenkönig auch recht, dies war allerdings einem Ausflug in die Botanik mit dem „Almandino“, sprich dem Vorgängerfahrzeug geschuldet. Die „Uttenheimer Länge“ fordert halt ihre Opfer. Und da ich ja nicht Kammerlander heiße, ging dieser kleine Ausritt ohne Personenschaden aus. Nähere Informationen zu dem Seelenverkäufer gibt es am Anfang des Blogs.

Zudem hatte ich noch 2 abgefahrene lose Reifen und 2 Stahlräder mit falscher Bereifung im Keller. Die wurden dann noch passend aufgezogen und aufs Dach verfrachtet. Natürlich nicht ohne den Hinweis, dass das ja alles eigentlich Schrott sei und man das ja gar nicht machen dürfte.

Da ist mir dann ein kleines „Depp, Schleich di du Stolla, hoscht nicht ondre’s zu tie?“ herausgerutscht. Hat mein Gegenüber natürlich nicht verstanden, aber zu irgendwas muss mein mühsam erlernter Südtiroler Dialekt ja gut sein 😀

Unterm Strich hab ich also 4 Winterräder mit viel schrägem Profil und 2 abgefahrene Ersatzräder. Zudem alles auf Stahlfelge und somit Expeditionstauglich.

Ein weiteres gutes Omen: Es sind mir bereits 3 Polizeifahrzeuge über den Weg gefahren, ohne dass ich angehalten wurde.

Jetzt nur noch 3 Tage malochen und danach geht’s los.

Yippieh ya yeah, Schweinebacke! 😀

Clearance for take-off